Winteraustreiben, Frühlingsputz und Stadtpolitik

Mit Chienbäsenfeuer und Fasnachtstreiben haben wir in der letzten Februarwoche dem Winter den Garaus gemacht. Nach jeder Fasnacht wird die Stadt einer währschaften Grossreinigung unterzogen. Dann kann der Frühling kommen! Dieses "Frühlingswunder" wird Jahr für Jahr durch die Angestellten der Stadt, vor allem aus den Departementen Sicherheit/Soziales und Betriebe vollbracht. Diskret im Hintergrund sind sie in einer generalstabsmässigen Organisation am Werk und während der Fasnachtswoche fast Tag und Nacht auf den Beinen.

Die Vorbereitungsarbeiten beginnen im Januar. Im grossen Massstab werden Mulden und Container für den Abfall bestellt und zusätzliche Putzmaschinen angemietet. Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Signalisation. Dafür müssen sehr viele Verkehrssignale und Orientierungstafeln vorbereitet werden. Für die Aufstellung gibt es einen genauen Zeit- und Ortsplan. Blumenkübel, Pfosten, Bänke und andere Hindernisse auf der Fasnachts- und Chienbäseroute müssen demontiert, Rabatten und Bepflanzungen abgedeckt werden.

Ein besonders langer Tag ist der Fasnachtssonntag: frühmorgens wird die gesamte Signalisation scharf gestellt und alles noch einmal genau kontrolliert. Danach geht es los mit Umzug, Chienbäse, Menschenmassen und buntem Trubel. Spätabends kommt die Strassenreinigung zum Zug. Mit Besen und Maschinen werden die Strassen grob gereinigt und für den Durchgangsverkehr befahrbar gemacht.

Am Montagmorgen wird das Stedtli vom Gröbsten gesäubert. Für den Kinderumzug am Mittwoch wird wieder das ganze Aufgebot an Signalisation und Infrastruktur aktiviert. Am Donnerstag dann wieder Räum- und Putzarbeiten. Dazu gehört Strassenreinigung, Bushaltestellen reinigen, Abfallkübel leeren, Container abtransportieren etc. und dann ein letztes Mal: Vorbereitungsarbeiten für den Cheruus am Samstag. Grobreinemachen am Sonntag und Aufheben der Signalisationen.

Am Montag danach: Grossreinemachen in der ganzen Stadt. Nach dem Winteraustreiben kommt der Frühlingsputz. Strassen und Plätze werden geschwemmt, Schutzvorrichtungen entfernt, Signale eingeholt und die demontierte Strassenmöblierung wieder ordentlich hergestellt. Ziemlich genau 3 Monate nach Beginn der ersten Arbeiten ist das "Arbeitsprogramm Fasnacht 2015" im Werkhof abgeschlossen.

Sollten Sie im Sommer irgendwo ein paar vergessene Konfetti entdecken, denken Sie an die vielen guten Geister in unserer Stadtverwaltung, die in diesen Zeiten einen extra Einsatz geleistet haben. Sie haben unseren Dank verdient. Und: die nächste Fasnacht kommt bestimmt. Auch dann wird das ganze Drehbuch wieder in grosser Zuverlässigkeit im Hintergrund abgewickelt. So dass die alljährliche Orgie der Lebensfreude ihren fröhlichen Lauf nehmen kann und nicht unversehens zum Alptraum wird.

Zum Schluss eine persönliche Bemerkung: ich bin und bleibe sehr gerne Stadträtin in Liestal. Liestal ist eine tolle und lebendige Stadt, sie verdient unseren Einsatz. Genauso wie die Fasnacht kommen auch die Gemeindewahlen im Frühling 2016 wieder. Wir brauchen Leute, die bereit sind, sich für das Zusammenleben und das Wohl unserer Stadt zu engagieren. Kandidieren Sie doch im nächsten Frühling für den Einwohnerrat. Mischen Sie sich ein!

Regula Nebiker, Stadträtin,
Vorsteherin Departement Betriebe

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