Unterwegs für Sie!

Nach meiner Wahl in den Stadtrat, am 25. November 2012 ging alles sehr schnell: am Donnerstag wurde meine Wahl von der GPK erwahrt. Am Montag stellte mich Kollegin Marion Schafroth den Mitarbeitern im Werkhof als neue Departementsvorsteherin vor. Am Dienstag erlebte ich meine erste Stadtratssitzung. An der Einwohnerratssitzung am 19. Dezember wurde mir deutlich bewusst, dass ich nun die Seite gewechselt habe. Die frühere Einwohnerrätin in mir hätte sich noch ganz gerne in die Budgetdebatte eingemischt. Der Perspektivenwechsel in der Exekutive ist eine spannende Erfahrung.

Nun bin ich Lernende. Ich arbeite mich in den Tätigkeitsbereich der städtischen Betriebe ein. Eines ist klar: es sind nicht Heinzelmännchen, die dafür sorgen, dass unser Stadtbild freundlich und sauber daher kommt und dass alles funktioniert. Es sind die Angestellten der städtischen Betriebe, die tagein, tagaus und beinahe zu jeder Tages- und Nachtzeit zuverlässig und kompetent ihre Arbeit verrichten. Sie stehen nicht im Rampenlicht der Politik. Wir Einwohner von Liestal sind aber in beinahe allen Lebenslagen auf die Dienstleistungen der städtischen Betriebe angewiesen.

Durch meine neue Aufgabe hat sich mein Blick auf alltägliche Dinge verändert: Ich schaue zum Beispiel interessiert hin beim täglichen Strassenputzen im Stedtli, wenn Abfalleimer geleert und auf den Strassen und Plätzen auch sonst so einiges auf den richtigen Platz gerückt wird. Es sind Arbeiten, die, ähnlich wie im Haushalt, täglich gemacht werden müssen, die aber wenig Beachtung erhalten. Die Grünflächen, Spiel- und Sportplätze müssen regelmässig gepflegt und unterhalten werden. Ein Wasserleitungsbruch verlangt einen sofortigen Einsatz. Bei Schneefall und Glatteis rückt die Mannschaft der Betriebe bereits mitten in der Nacht aus, damit wir möglichst sichere Strassen und Wege antreffen, wenn wir zur Haustür herauskommen. Wasser hat eine neue Bedeutung für mich erhalten. Ich stelle mir plastisch vor, wie das Wasser durch Leitungen läuft und wieder abfliesst, wenn ich rasch unter die Dusche stehe – und ich habe auch einen neuen Bezug zum Lebensmittel Trinkwasser. Mit Wasser werde ich in nächster Zeit noch sehr viel zu tun haben.

Schon bald steht ein jährlicher Grosseinsatz für die Betriebe an: die Fasnacht und der Chienbäse. Dann heisst es: alle anpacken! Die Vor bereitungen sind natürlich bereits im Gang. Zahlreiche Details gilt es zu beachten – zum Glück kann man auf Erfahrungen in früheren Jahren aufbauen. Immer muss auch mit den Unwägbarkeiten, die das Wetter in dieser Jahreszeit mit sich bringen kann gerechnet werden. Auch die Fasnacht werde ich in diesem Jahr unter einem ganz neuen Blickwinkel erleben. Ich freue mich darauf und hoffe natürlich, dass es ein toller Anlass wird. Die Betriebe werden mit einem Grosseinsatz dafür sorgen, dass die Aktiven Fasnächtler und die Zaungäste diese Tage ungetrübt geniessen dürfen.

Nach der Fasnacht, wenn alles wieder seinen gewohnten Gang nimmt, werden die neuen Unterflursammelstellen in der Innenstadt in Betrieb genommen. Die Einwohner der Innenstadt können dann ihre Abfallsäcke bequem und jederzeit in eine der neuen Sammelstellen werfen. Abfallsäcke auf den Strassen im Stedtli werden dann der Vergangenheit angehören.

Regula Nebiker, Stadträtin,
Vorsteherin Departement Betriebe

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