Unsere Allmend

Seit der Eröffnung der neuen Rathausstrasse ist die neue Verordnung "für die Benützung von Allmendareal und die Durchführung von Veranstaltungen" in Kraft. Das Wort "Allmend" fällt in diesem Zusammenhang auf, es erinnert an alte Zeiten. In den alten Agrarwirtschaften wurde damit Land im Gemeinbesitz bezeichnet. Dieses Land konnte von der ganzen Dorfgesellschaft genutzt werden – vorwiegend zum Weiden von Vieh. Damit das Gemeindegut nicht durch Übernutzung zu Schaden kam, galten für die Nutzung ganz klare Regeln.

Genau dies ist auch der Sinn der neuen Verordnung. Mit Allmend im heutigen Sinn ist der öffentliche Grund und im Kompetenzbereich der Gemeinde gemeint. Auch eine moderne Allmend soll der ganzen Bevölkerung für eine möglichst vielfältige Nutzung zur Verfügung stehen. So steht denn auch in der Verordnung: "Die Allmend darf im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und entsprechend ihrer Zweckbestimmung und der örtlichen Verhältnisse im Sinne des Gemeingebrauchs ohne besondere Bewilligung benutzt werden".

Bestimmte Nutzungsformen und der gesteigerte Gemeingebrauch des Allmendareals sind jedoch bewilligungspflichtig. Dies betrifft insbesondere das Aufstellen von Ständen, Mobiliar für den Strassenverkauf und Boulevardrestaurants, Veranstaltungen, Strassenaktionen, Strassenmusik und Baustellen sowie den Verkauf von Getränken und Esswaren an Anlässen und Veranstaltungen.

Allmendareal wie die Neue Rathausstrasse ist einem ganz besonders grossen Nutzungsdruck ausgesetzt. Darum sind Spielregeln unabdingbar. Diese sollen aber nicht verhindern, sondern eine möglichst grosse Vielfalt ermöglichen, damit auch wirklich alle etwas von der Allmend haben. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Verordnung viel Spielraum offen lässt und dass sich für die meisten Fälle gute Lösungen finden liessen. Die Geschäfte sollen ihre Ware anpreisen können, Restaurants Tische hinausstellen können. Hier sollen sich die Menschen treffen, etwas erleben und sich wohl fühlen.

Neben dem täglichen Leben sollen auch Anlässe als wiederkehrende Höhepunkte stattfinden. Der April ist der Monat der Frühlingsmärkte – am Samstag den 21. findet der erste "Gnussmärt" statt mit regionalen Produkten. Er wird bestimmt bald zum festen Bestandteil jedes Samstageinkaufs gehören. Schon am 25. April ist Warenmarkt – neu mit Lunapark, Kräutermarkt und vielen anderen Attraktionen. Nur wenig später, am 5. Mai findet der Flohmarkt auf dem Zeughausplatz statt. Märkte sind seit je spannende soziale Treffpunkte, hier werden alle Sinne angesprochen, das ist pulsierendes Leben auf der Allmend.

Nutzen auch Sie unsere Allmend. Gehen Sie (r)aus – und erleben Sie was!

Regula Nebiker
Stadträtin, Vorsteherin Departement
Sicherheit und Soziales

Zurück