Trinken Sie Liestaler Wasser!

Es mag ja sein, dass viele Leute nach diesem verregneten Sommer nicht gerade gerne an Wasser denken. Fast vergessen geht dabei, dass Wasser ein lebenswichtiger Rohstoff ist, den wir jeden Tag benutzen und zwar in Nahrungsmittelqualität. Bei uns läuft das Wasser aus dem Hahn, ohne dass wir uns darüber gross Gedanken dazu machen müssen. Was viele nicht wissen: die Qualität unseres Leitungswassers ist oft sogar besser als diejenige von Mineralwasser in Flaschen.

In Liestal fliessen zwei Grundwasserströme zusammen, derjenige der Ergolz und derjenige der Frenke. Wir müssen – vereinfacht gesagt – nur bohren und schon kommt Wasser und dies in so guter Qualität, dass es nur minimal aufbereitet werden muss. Das ist ein grosses Glück, dem wir Sorge tragen müssen durch vorausschauende Planung und mit einem guten Überwachungssystem. Dabei werden wir auch vom Kanton unterstützt.

Sicher haben Sie vom Problem mit der Abwasseranlage Bubendorf gelesen. Um jedes Risiko auszuschliessen, haben wir eines unserer Pumpwerke, das Pumpwerk Gitterli, für einige Tage abgestellt. Das haben Sie weder beim Duschen noch beim Kochen gemerkt. Die Wasserversorgung Liestal ist so aufgestellt, dass Probleme sofort festgestellt werden und sehr schnell reagiert werden kann, ohne dass Qualitäts- oder Versorgungsprobleme entstehen.

Unsere Wasserversorgung liefert Wasser für alle Liestaler Haushalte und Betriebe, darunter zwei kantonale Spitäler und zwei Altersheime. Hinzu kommt, dass jederzeit genügend Löschwasser zur Verfügung stehen muss, neu auch für den Tunnel Schönthal der A22.

Ein solches System muss sorgfältig unterhalten und langfristig geplant werden. Zurzeit wird die gesamte Wasserversorgung einer umfassenden Standortbestimmung unterzogen. Unter anderem werden im Rahmen eines Instandsetzungsprogramms Reservoirs, Pumpwerke und Quellfassungen auf den aktuellen Stand gebracht. Daneben wird das Leitungsnetz laufend erneuert und instand gehalten. Die Fortschritte lassen sich sehen – hatten wir vor 2 Jahren noch Wasserverluste von bis zu 30 %, waren es im letzten Jahr noch 15 %.

Die bestehende Versorgungssicherheit in unserer Region soll noch verbessert und weiter entwickelt werden und zwar in enger Zusammenarbeit mit allen unseren Nachbargemeinden. Dies im Sinne von Geben und Nehmen.

Bereits nächstes Jahr sollen die beiden Wasserversorgungsnetze Liestal und Lausen mit einem neuen Druckschacht im Altmarkt verbunden werden. So kann das Wasser in beide Richtungen fliessen, wenn dies nötig ist. Weitere Projekte der Zusammenarbeit werden folgen. Damit wir jederzeit unbeschwert Liestaler Wasser trinken können.

Regula Nebiker, Stadträtin,
Vorsteherin Departement Betriebe

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