Sommerpause?

Nun sind die Sommerferien leider schon wieder vorbei. Diese Zeit bringt immer eine wohltuende Veränderung in den Alltag, ganz unabhängig davon ob man selber weg war oder zuhause gearbeitet hat. Das unerwartet schöne und sogar sehr heisse Wetter hat diesmal noch zusätzlich zu dieser Stimmung beigetragen. Die Daheimgebliebenen geniessen die Ruhe und wer weggegangen ist, sieht nach seiner Rückkehr das vertraute Zuhause zumindest für eine kurze Weile mit anderen Augen. So ist es zumindest mir ergangen. Nach einer längeren Reise durch die USA und Kanada bin ich gerne zurückgekommen.

Der erste Gang ins Stedtli war eine Freude: Läden in Gehdistanz, bekannte Gesichter, Brot mit richtiger Kruste – kurz: Lebensqualität, wie man sie nicht überall findet. Trotz Sommerhitze ist erkennbar, dass diese Stadt belebt und gepflegt wird. Ein schönes Beispiel dafür sind die Schaufenster des alten Manorgebäudes, die vorübergehend von den KMU Liestal genutzt werden.

Besonders gefällt mir jedoch, dass Liestal nicht einfach ein herausgeputztes «Bilderbuchstädtlein» ist, sondern dass hier neben Altem auch Neues am Entstehen ist. Eine lebendige Stadt ist nie fertig gebaut. Die Bauarbeiten im Bahnhofareal werden noch eine ganze Weile weitergehen. Mit dem neuen Bahnhof und dem Vierspurausbau der SBB stehen Generationenprojekte an. Die alte Manor wird in Kürze abgerissen und einem neuen Gebäude Platz machen. Die Bauarbeiten sollen das Leben der Leute und Geschäfte der Innerstadt möglichst wenig belasten.

Auch die winterlichen Grossanlässe unserer Stadt, Weihnachtsmarkt, Fasnacht und Chienbäse müssen möglich sein. Ohne Beeinträchtigungen wird es nicht gehen. Darum ist es wichtig, dass alle Beteiligten in die Planung miteinbezogen werden. Wichtig ist eine vollständige und rechtzeitige Information der Bevölkerung. Daran arbeiten Bauherrschaft und Stadtverwaltung zurzeit mit Hochdruck.

Die sommerliche Ruhe täuscht also. Wir wünschen uns eine Bevölkerung, die die Projekte aktiv, mit konstruktiver Kritik aber auch mit Wohlwollen und Interesse begleitet. Das Wohlergehen der Stadt ist unser aller Anliegen.

Regula Nebiker, Stadträtin,
Vorsteherin Departement Betriebe

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