Liestal als Marktflecken. Stellungnahme zum Ziegelhof

Liestal soll ein lebendiger Marktflecken bleiben. Ich bin für den Quartierplan Ziegelhof, weil hier ein neues Tor zur Stadt entstehen wird. Einkaufszentren gehören in eine Stadt und nicht auf die grüne Wiese.

Liestal wurde im Mittelalter als Marktflecken mit Mauer und Stadttoren gegründet. Diese Bestimmung sieht man dem Stedtli noch immer an. Die Stadt als Siedlung diente stets den jeweiligen wirtschaftlichen Bedürfnissen einer Generation. Auch die Bedürfnisse unserer Zeit dürfen ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen, allerdings wünsche ich mir gute, zeitgemässe Architektur.

Jetzt geht es erst darum, über den Quartierplan abzustimmen. Das Ziegelhofareal bietet die Chance, in unmittelbarer Nähe der Altstadt grössere Einkaufsflächen mit Parkplätzen zu bauen, ohne dass die Altstadt ihren Charme und Charakter verliert. Das bringt Arbeitsplätze und Leute ins Zentrum. Die neuen Kunden von Manor, Coop und Migros werden auch den Weg ins Stedtli finden. Nach dem Motto "Konkurrenz belebt das Geschäft" liegt hier eine grosse Chance für unsere Detaillisten.

Einkaufszentren gehören in eine Stadt und nicht auf die grüne Wiese. Dort wird unwiederbringlich unverbautes Land geopfert, ganz abgesehen davon, dass die Kunden fast nur mit den Autos dorthin fahren.

Aus den Gesprächen mit den Ladeninhabern, weiss ich, wie schwer es ist, in Liestal einen Laden zu führen. Ich hoffe, dass es gelingt, mehr Schwung und auch bessere Bedingungen für eine Vielzahl von originellen, attraktiven Geschäften zu schaffen.

Ich habe Verständnis für die Argumente der Gegner des Quartierplans, teile ihre Meinung aber nicht. Für mich steht der lebendige Marktflecken Liestal im Vordergrund. Ich bin für den Quartierplan Ziegelhof, hier wird ein neues Stadttor zum Stedtli entstehen.

Liestal, 22.08.2012
Regula Nebiker, Einwohnerrätin, Stadtratskandidatin SP

Zurück