Jahresbericht zur Tätigkeit als Stadträtin, Ende 2012-2013

Nach dem langen Wahlkampf (August bis November 2012) ging es schnell. Eine Woche nach der Wahl war ich schon im Amt als Vorsteherin des Departements Betriebe. Nicht so erfreulich war mein erster Auftritt im Einwohnerrat im Dezember. Ich musste mitteilen, dass bei rund 150 Wasserzählern während mehrerer Jahre keine Wassergebühren in Rechnung gestellt worden sind. Damit war schon klar, womit ich mich in den ersten Wochen zu beschäftigen hatte. Inzwischen sind die ausstehenden Rechnungen gestellt, das meiste bezahlt und natürlich muss nun sicher gestellt werden, dass so etwas nicht mehr passiert. Die GPK wird die Sache nun ihrerseits untersuchen.

Bekanntlich wird man aus Schaden klug. Wir lernten sehr viel aus der Aufarbeitung dieser Wassergeschichte – ich bin überzeugt, dass wir mit der ganzen Wasserversorgung in den nächsten Jahren einen grossen Schritt vorwärts machen können. Ich habe gute Leute in der Verwaltung angetroffen und mir gefällt die Arbeit im Stadtrat. Ich habe auch den Eindruck einer Aufbruchstimmung – Liestal meldet sich zu Wort, sei es zur Pensionskasse oder zur Bahnhofentwicklung. Es macht Freude in so einem Team mitzuwirken. Wirklich toll ist es, dass Franz und ich zu zweit sind und zudem natürlich mit Lukas sehr gut zusammenarbeiten. Ruedi Riesen muss dies ganz anders erlebt haben – erst zu dritt im siebner Gremium und dann allein im „fünfer Pack“.

Aufräumen

Altlasten Wasserrechnungen. Noch im Jahr 2012 wurde festgestellt, dass eine grössere Anzahl Wasser- und Abwasserrechnungen zum Teil über längere Zeit nicht gestellt worden sind. Die Aufarbeitung verwaltungsintern ist erfolgt, inzwischen ist die GPK an der Arbeit. Aus den Fehlern wird gelernt, Schwachstellen in den Abläufen werden systematisch verbessert.

Pflegen und Unterhalten

Der tägliche Einsatz der Betriebe in der Strassenreinigung, beim Unterhalt und der Pflege der Sportplätze und Grünanlagen läuft reibungslos. Die Bevölkerung ist weitgehend zufrieden. Liestal kämpft, wie andere grössere Gemeinden auch, mit den zunehmenden Problemen von Littering. Auch die Verunstaltung des Stadtbilds durch Sprayereien ist ein Problem, das wir gezielt anpacken müssen. Mit einem Grünflächenbewirtschaftungskonzept sollen die Grünflächen der Stadt naturnaher und effizienter bewirtschaftet werden.

Planen

Wasserversorgung. Vor rund 30 Jahren wurde die Wasserversorgung Liestal grundsätzlich neu aufgestellt. Federführend war Fritz Epple. Auf diesen soliden Grundlagen von damals können wir aufbauen. Geklärt werden muss, woher die Stadt Liestal auch in Zukunft ihr Wasser beziehen soll. Die gesamte Wasserversorgungsplanung (GWP) wird überarbeitet, so dass solide Planungsgrundlagen für die Wasserversorgung in den nächsten 30 Jahren vorliegen. Aufgrund dieser Planung können dann auch die Reglemente und Gebühren überarbeitet werden. Die ersten Teile des Gesamtkonzepts wurden bereits letztes Jahr in Angriff genommen.

Gestalten

In den letzten Jahren wurden alle städtischen Spielplätze erneuert. Der Spielplatz Fraumatt ist der letzte dieser Reihe. Wiederum gelang es, Sponsoren zu finden. So dass auch im Fraumattquartier ein sehr attraktiver Spielplatz entstanden ist, der hoffentlich, wie die anderen auch, zu einem Treffpunkt für die ganze Quartierbevölkerung wird.

Zusammenarbeit und Vernetzung

Die Betriebe sind die „Jungs für alles“ in unserer Stadt (es arbeiten nur zwei Frauen in den Betrieben). In ihren signalgelben Gewändern werden sie von der Bevölkerung als Stadtangestellte wahrgenommen. Dabei bekommen sie manchmal Einiges zu hören. Grösstenteils führen sie jedoch Arbeiten im Auftrag der anderen Bereiche durch. Wenn etwas los ist in der Stadt, sind sie unterwegs. Im Auftrag des Bereichs Sicherheit realisieren sie Absperrungen und Umleitungen, aber auch die Strassenreinigung nach Anlässen.

Für den Bereich Bildung und Sport machen sie Platzwartarbeiten auf den Sportanlagen. In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt werden die Strassen unterhalten und signalisiert. Eine weitere, wichtige Schnittstelle besteht zum Bereich Finanzen, wie gerade jetzt die Sache mit den Wassergebühren gezeigt hat. Für mich als Vorsteherin des Departements Betriebe ist es wichtig, im Kollegium dafür zu sorgen, dass diese Zusammenarbeit gut funktioniert. Oft besteht auch Klärungsbedarf.

Jahresbericht zu Händen der SP Liestal und Umgebung,
April 2013,
Regula Nebiker

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