Jahresbericht zur Tätigkeit als Stadträtin, 2015

Das Jahr 2016 war für mich persönlich ein besonderes Jahr. Meine Regierungsratskandidatur im letzten Frühling war äusserst anspruchsvoll und kostete viel Kraft. Es war mir aber ein grosses Anliegen, mein Stadtratsamt deswegen nicht zu kurz kommen zu lassen.

Die wichtigste Lehre aus den Erfahrungen meines ersten Amtsjahres war, dass dringend neue und zeitgemässe Planungsgrundlagen geschaffen werden mussten. Beim Wasser erfolgte dies mit der sogenannten „Roadmap“, welche eine ganze Reihe weiterer Massnahmen über einen Zeitraum von rund 15 Jahren vorsieht. Im Jahr 2015 konnten wir mit der Umsetzung zügig voranschreiten. So wurde der GWP (Generelle Wasserversorgungsplan) aktualisiert. Der Einwohnerrat hat den Bau eines Verbindungsschachts mit der Gemeinde Lausen bewilligt. Damit ist es möglich, das Pumpwerk Gitterli auch nach Ablauf der Konzession im Jahr 2017 auf Zusehen hin weiter zu betreiben.

Wir sind auch daran, die Schutzzonen für unsere Wasserversorgungen nach neuem Recht auszugliedern. In diesem Zusammenhang habe ich an drei Bürgerinformationsveranstaltungen in Hölstein teilgenommen. Es wurden zwei Reservoirs (über über d’Geiss und Bettlefeld) in Stand gestellt (Investitionsvolumen ca. 1,2 Mio.). Die Planung der nächsten grossen Investitionen in die Reservoire auf Berg und Burg ist weit vorangeschritten. Dank grossen Anstrengungen im Qualitätsbereich konnten die Wasserverluste in den letzten drei Jahren dauerhaft von fast 30% auf unter 15% gesenkt werden, Tendenz abnehmend.

In meiner Arbeit habe ich immer wieder spannende Treffen mit anderen Gemeindebehörden und auch mit der Bürgergemeinde gehabt. Gerade im Aufgabenbereich der Betriebe gibt es enorm viel Potential zur Zusammenarbeit. Sehr gerne habe ich darum im Herbst von Lukas Ott den Einsitz ins politische Steuergremium des Projekts „Zukunft Frenkentäler“ übernommen. In einem speziellen Testplanungsprozess, der vom Bund begleitet wird, werden hier die Chancen und Risiken einer engeren Zusammenarbeit unter den Gemeinden ausgelotet. Diese Arbeit ist zwar aufwändig (vier ganztägige Workshops, mehrere Sitzungen frühmorgens oder abends) aber sehr inspirierend. Die Testplanungsphase ist nun abgeschlossen, zur Zeit werden die Resultate ausgewertet. Erst werden die Resultate den beteiligten Gemeindebehörden vorgestellt. Im Sommer sollen dann grössere Veranstaltungen folgen, an denen breitere Kreise teilnehmen und sich einbringen können.

Ich mache meine Arbeit im Stadtrat nach wie vor sehr gerne. Ich schätze unsere offene Diskussionskultur. Wir sind eine starke Truppe, und dass wir gut unterwegs sind, zeigen auch unsere guten Wahlresultate. Ganz besonders aber ist es für mich ein Glück, mit Franz als Parteikollegen zusammenzuarbeiten. Er ist mir in allen politischen Fragen die wichtigste Referenz. Ebenso wichtig sind mir aber die Fraktionssitzungen. Zusammen mit Euch ist es möglich, die Antennen zu verfeinern und zu spüren, wo der Bevölkerung der Schuh drückt. Ich meine, dass uns das gemeinsam recht gut gelingt.

Jahresbericht zu Händen der SP Liestal und Umgebung,
April 2016,
Regula Nebiker

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